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Katharina Tietze

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
Ich wechsle zwischen Mails und Sitzungen, zwischen grossen strategischen Fragen und zum Teil sehr kleinteiligen Abstimmungsprozessen. Das ist oft ermüdend, mich ermutigen aber die Kolleg:innen, die sich entweder mit denselben Problemen herumschlagen oder konstruktive Lösungen finden. Ich freue mich, wenn ich mich gemeinsam mit den Studierenden beim Unterrichten in ganz unterschiedliche Themen vertiefen kann. Sehr gern entwickle ich mit dem fantastischen Team von Trends & Identity neue Projekte. Spannend finde ich auch den Austausch in departementsübergreifenden Arbeitsgruppen, wie zum Beispiel der Gleichstellungskommission oder mit den Kolleg:innen von den T-Minors. Daneben versuche ich mir Luft für Forschungsprojekte oder einfach zum Nachdenken zu organisieren und übe es, ab und zu Abstand zur ZHdK zu nehmen, das fällt mir nicht so leicht.

Mit welchen Themen beschäftigst du dich gerade persönlich?
Gerade startet ein Kooperationsprojekt, in dem Studierende von Trends & Identity und Visual Communication Schaufenster für Hermès am Paradeplatz gestalten. Rebecca Morganti-Pfaffhauser und ich werden unterstützt von David Walsh, Absolvent vom Industrial Design. Wir fahren dafür gemeinsam nach Paris und besuchen das Stammhaus in der Rue Faubourg Saint-Honoré. Ich bin gespannt. Ausserdem mache ich mit Anna-Brigitte Schlittler die letzten Korrekturen an unserem Tagungsband zu Mode und Gender. Er enthält Beiträge zur aktuellen Debatte aus historischer und theoretischer, gestalterischer und wissenschaftlicher Perspektive. Mit dem Museum für Gestaltung konzipiere ich ein Forschungsprojekt zur Geschichte der Textilklasse an der Kunstgewerbeschule Zürich. Mich interessiert dabei besonders, wie sich eine feministische Designgeschichte schreiben lässt.

Was treibt dich an?
Der Austausch mit den Studierenden, die immer wieder neue Fragen stellen. Die Möglichkeit, Bildung zu gestalten. Mich für Gerechtigkeit an einer Institution wie unserer einzusetzen.

Was ist deine persönliche Definition von Design?
Design ist für mich eine gute Balance von Ästhetik und Funktion. «Etwas Schönes ist in unserem puritanischen und kritischen Land im vornherein schon ein wenig verdächtig.» hat Max Bill gesagt. Dabei brauchen wir das ästhetische Vergnügen gerade in krisenhaften Zeiten wie diesen. Komplementär dazu kommt eine kritische Perspektive auf die Gesellschaft und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Und als drittes der analytische Blick in die Vergangenheit, um die Zukunft informiert zu gestalten.

Funktion
Fachrichtungsleiterin
Jahr
2024
Fachrichtung
Trends & Identity
Katharina Tietze
Foto: David Jäggi. © ZHdK.
Foto: David Jäggi. © ZHdK.